Foto: Franz Ritschel

Gastspiel:

 

Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt

Ein Daumenkino-Kino-Abend von und mit Volker Gerling

Volker Gerlings Daumenkino ist mittlerweile legendär: Er ist 3000 Kilometer zu Fuß durch Deutschland gelaufen und porträtierte dabei Menschen, denen er auf seinen Wanderschaften begegnete, in Form fotografischer Daumenkinos. Er traf einen alten Mann, der die Welt verbessern wollte und dabei fast verhungert wäre, einen Tischlergesellen, unterwegs wie er, der kurz bevor er loszog, seine neue Freundin kennen lernte und eine junge Frau, die sich im Urlaub für ein neues Leben entschied. Gerling erzählt von den großen, kleinen, ernsten und skurrilen Zufallstreffen und lässt seine Protagonisten auf der Bühne für einen Moment lebendig werden. So lebendig, dass man mitunter meint, sie schon seit Jahren zu kennen. Auf der Bühne blättert er die Fotos unter einer Videokamera ab, projiziert die Bilder auf die Leinwand und erzählt die Geschichten der Menschen, die er fotografieren durfte. In Gerlings magischen Porträtstudien entsteht eine leichtfüßige und gleichzeitig tiefsinnige Reflexion über die Flüchtigkeit des Moments und die Bedeutung der menschlichen Begegnung. Das Stück „Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt“ wurde auf zahlreiche internationale Theaterfestivals eingeladen.

Seit einigen Jahren hatte Gerling den Wunsch, ein Buch über seine erste Wanderschaft zu schreiben, die sich im Sommer 2013 zum zehnten Mal jährte. Der Berliner Metrolit Verlag kam auf ihn zu und gab ihm die Möglichkeit, diesen Wunsch zu verwirklichen.
Nach neun Monaten Arbeit, die ähnlich intensiv waren, wie die Zeit der Wanderschaft von Berlin nach Basel, erschien das Buch »Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt« am 9. September 2013.
Im Vorwort heißt es: „Meine Tagebücher waren ursprünglich nur für mich bestimmt. Doch als ich sie vor einiger Zeit wieder einmal in die Hände nahm, da realisierte ich, dass es damals ein einzigartiger Sommer war. Lag es an der unwahrscheinlichen Hitze? Lag es daran, dass der Mars der Erde so nah kam, wie seit vielen Tausend Jahren nicht mehr? Oder lag es daran, dass ich Land und Leute aus einer vollkommen neuen Perspektive kennengelernt hatte? Wie dem auch sei, ich verspürte den Wunsch, anderen, mir Unbekannten, von meiner Reise zu erzählen.“

»Stiller, schlichter und schöner kann Kunst nicht sein.«
Tagesanzeiger Zürich

»Gerling gelingt, was der darstellenden Kunst öfter gelingen sollte: zu zeigen, was für ein unerschöpflich interessantes Thema Menschen sind« F.A.Z.

»Das, was Volker Gerling macht, passt in keine Schublade, außer viel leicht in die, worin man die seltenen Dinge verstaut, denen ihre Erzeuger ein Höchstmaß an Liebe und Konsequenz angedeihen ließen – ohne ihre Bedeutung künstlich aufzublasen.«
Süddeutsche Zeitung

„Der inzwischen zum Klassiker avancierte Daumenkinoabend von Volker Gerling zeigt ein Psychogramm der Republik in den Nullerjahren, so eindrücklich, unprätentiös, liebevoll wie selten.“ Theater der Zeit

Links:

Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung:

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/der_blick_in_die_seele_1.14373467.html

Beitrag von Arte:
http://videos.arte.tv/de/videos/portraet_volker_gerling-6292668.html

 

Wenn Sie regelmäßig über Volker Gerlings Daumenkino-Bühnenprogramm informiert werden möchten, schreiben Sie bitte eine Email mit der Bitte um Aufnahme in den Verteiler an volker(at)daumenkinographie.de

www.daumenkinographie.de

 Der Autor
Volker Gerling, geboren 1968 in Hilden, ist Deutschlands einziger professioneller Daumenkinograph.
Er studierte an der Filmhochschule Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg und arbeitet seit 1998 an der Schnittstelle zwischen Fotografie und Film.
Regelmäßig geht er mit seinen Daumenkinos auf Wanderschaft, ohne Geld, finanziert durch das, womit ihn die Betrachter seiner Werke honorieren. Gerling lebt in Berlin und in der Schorfheide.

Das Buch
»Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt«
Erschienen im Metrolit Verlag
Für Pressekontakte und Rezensionsexemplare steht Ihnen Marie Claire Lukas vom Metrolit Verlag zur Verfügung: lukas@metrolit.de


 

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